Gnocchi mit Jung-Knoblauch

Was ist Frühling ohne Jung-Knoblauch? Frisch vom Gartenbeet geerntet. Oder frisch vom Bio-Bauernladen gekauft. Schon im Herbst – so Anfang bis Mitte Oktober – stecken wir unsere Knoblauchzehen. Dann treiben die ersten Zehen schon vor dem Winter aus, und wir haben jetzt im Frühling herrlich schmeckenden Jung-Knoblauch. Wir verwenden das gesamte Grün – Blätter und Stängel – mit der kleinen Knolle in der Küche: für Pestos oder klein geschnitten am Butterbrot. Er ist allerdings nicht so kräftig im Geschmack wie die Knoblauch-Knollen. Daher ist das Knoblaucharoma in unserem Rezept dezent.

Hier alles was ihr schon immer über Knoblauch-Anbau, -Ernte und -Verwendung wissen wolltet:

Knoblauch pflanzen – Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die Knoblauchzehen könnt ihr Mitte September bis Mitte Oktober oder im Frühjahr von Mitte Februar bis Mitte März mit dem Zwiebelboden nach unten etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde stecken. Knoblauch den ihr im Frühjahr setzt, wird dann kleiner und wächst langsamer. Aber schmeckt auch herrlich.

Steckt ihr Knoblauch im Oktober, dann habt ihr im nächsten Jahr große Zwiebeln.

Brutknöllchen oder Zehen stecken?

Als Pflanzgut eignen sich sowohl Knoblauchzehen als auch die violetten Samen. Ihr wisst schon, die kleinen Mini-Zehen, die sich aus Knoblauchblüten entwickeln. Wir bevorzugen die Zehen, da ich die Mini-Zehen der Blüten in der Küche zu wunderbar schmeckenden Gerichten verarbeite. Pflanzt bitte keinen Knoblauch aus dem Supermarkt, der kommt nämlich aus Übersee. Kauft regionalen Knoblauch vom Bio-Bauern, den ihr dann bewusst nachhaltig anbauen könnt.

Ich hebe die dicksten Zehen der letzten Knoblauch-Ernte auf, und stecke diese im Herbst wieder aus.

Knoblauch anbauen  So steckt ihr die Zehen aus.

Die Zehen werden mit der Spitze nach oben einzeln mit 15 cm Abstand 4-5 cm tief gepflanzt. Knoblauch braucht nicht unbedingt ein eigenes Beet. Er kann an vielen Stellen im Garten als Mischkultur und Gesundheitsdienst gepflanzt werden.

Wann ist die beste Erntezeit?

Die beste Erntezeit ist, wenn das Laub gelb und trocken wird, etwa von Juli bis August. Ihr könnt jungen Knoblauch aber schon ab dem späten Frühjahr frisch ernten und das gesamte Grün mit der kleinen aromatischen Knolle in der Küche verarbeiten. Ihr könnt bevor das Laub gelb und trocken wird, die noch geschlossenen Blüten und den Stängel in der Küche verarbeiten; ganz nach dem Motto „Leaf to Root – Von der Wurzel bis zum Blatt“. Ich werde dazu auch mal einen Blog-Eintrag schreiben.

Ist der Knoblauch geerntet, sollte ihr den Knoblauch in kleinen Bündeln oder dekorativen Zöpfen für mindestens 2 Wochen zum Trocknen kühl und trocken aufhängen. So lässt sich der Knoblauch danach gut lagern und in der Küche wunderbar verarbeiten.

Hier noch biologische Tipps zur Mischkultur.

Knoblauch wirkt vorbeugend gegen Pilzkrankheiten, Mäuse und Schnecken. Ideal ist er als Partner zwischen Erdbeeren, Himbeeren, Obstbäumen, Paradeisern, Roter Rübe, Karotten und Gurken. Meine ideale Mischkultur im Garten ist eine Reihe Paradeiser, eine Reihe Karotten, eine Reihe Knoblauch. Ich stecke ihn aber auch an vielen Stellen im Garten ohne Reihenpflanzung aus. Auch im Blumengarten passt er perfekt als Mischkultur zu Rosen, Tulpen und Lilien.

So jetzt aber zu dem bewusst einfachen Gnocchi-Rezept:

Für die Gnocchi habe ich die perfekt geeignete Sorte Adretta genommen. Es ist eine sehr mehlige Sorte. Folgendes ist bei der Zubereitung von Gnocchi-Teig zu beachten: Der Teig soll schön locker und zart sein, doch die Gnocchi sollen beim Kochen nicht zerfallen. Daher variiert die  Mehlmenge etwas, je nachdem welche Kartoffelsorte ihr verwendet. Ich brereite den Teig zuerst mit wenig Mehl zu und gebe ein Teigstück als Probe in kochendes Wasser. Wenn dieses zerfällt, arbeite ich noch etwas mehr Mehl in den Teig ein, bis er schön geschmeidig ist. Je nachdem ob ihr eure Gnocchi eher weich oder mit mehr Biss haben wollt. Meine Gnocchi liegen schön in der Mitte und eignen sich perfekt für das Braten in der Pfanne.

Hauptgericht, VEGETARISCH
Für 4 Portionen

FÜR DIE GNOCCHI

  • 1 kg Kartoffeln mehlig (Adretta)
  • 200-300 g Weizenmehl (Typ 480)
  • 1 Prise Salz
  • eventuelle Muskatnuss

FÜR DIE SAUCHE

  • 1 EL Butter oder Olivenöl
  • 2 Stück Jung-Knoblauch
  • Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer
  • Basilikum-Sprossen
  • Parmesan
  • Zitronenzesten
  1. Kartoffeln ungeschält in Salzwasser weich kochen. Danach die Kartoffeln kalt abschrecken und schälen. Wenn ihr die Kartoffeln nach dem Kochen gut kalt abschreckt, lassen sie sich wunderschön schälen. Wie beim Ei. Die heißen Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken. Mit Salz und eventuell Muskatnuss würzen. Die Kartoffelmasse nach und nach mit Mehl zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig soll locker und zart sein und nicht mehr an den Fingern kleben.
  2. Den Teig in Portionen teilen und zu fingerdicken Rollen drehen. Daraus zwei Zentimeter lange Teigstücke abschneiden. Manchmal, wenn ich die Muse habe, rolle ich die geschnittenen Teigstücke noch über eine bemehlte Gabel für die typischen Gnocchi-Rillen. Ihr könnt diesen Schritt auch überspringen, denn die Gnocchi schmecken auch ohne Rillen herrlich. Und sind so einfach schneller zubereitet.
  3. Legt die Teigstücke auf ein Küchentuch oder die Arbeitsplatte und bestreut sie mit wenig Mehl. Dann einen großen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser erhitzen bis es siedet. Die Gnocchi im siedenden Wasser gar ziehen lassen, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und gut abtropfen lassen.
  4. Jung-Knoblauch halbieren und die Stiele als auch die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Butter oder das Olivenöl erhitzen. Achtet darauf, dass die Butter nicht braun wird und euch verbrennt. Den Knoblauch und die klein geschnittene Stiele in der Butter / Olivenöl schwenken. Die Gnocchi vorsichtig unterheben und leicht anbraten, somit sie schön knusprig werden.
  5. Mit Meersalz und groben Pfeffer abschmecken. Fein geriebenen Parmesan, Zitronenzesten und Basilikum-Sprossen über die Gnocchi streuen und servieren.

ABGESCHMECKTER Tipp

„Bereitet den Teig zuerst mit wenig Mehl zu, gebt ein Teigstück in kochendes Wasser – zerfällt es, arbeitet noch etwas mehr Mehl in den Teig ein.“

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